Übertragung der IP-Adresse via WebRTC verhindern

Kürzlich ist bekannt geworden, dass Browser wie Chrome und Firefox auch während der Nutzung von VPN-Diensten unter bestimmten Umständen die "echte" IP-Adresse des Nutzers bekannt geben (siehe z.B. http://www.heise.de/netze/meldung/Firefox-und-Chrome-verraten-IP-Adressen-trotz-VPN-2534438.html).

Im Steganos Online Shield VPN können Sie dieses Problem umgehen, indem Sie die Einstellungen aufrufen und die Option "WebRTC IP-Leak verhindern" aktivieren. Ob Ihre echte IP-Adresse ablesbar ist oder nicht, können Sie hier überprüfen: https://diafygi.github.io/webrtc-ips/

Nachdem eine VPN-Verbindung hergestellt und diese Website im Browser aktualisiert wurde, sollte dort unter "Your public IP addresses" eine andere IP-Adresse angezeigt werden als vor der Herstellung der Verbindung. Ihre echte IP-Adresse sollte dann gar nicht mehr vom Test angezeigt werden.

Sollte diese eingebaute Option bei Ihnen nicht funktionieren (z.B. weil Sie eine statische IP-Adresse im LAN benötigen), bleibt Ihnen noch die Option, WebRTC direkt im Browser zu deaktivieren oder eine Browser-Erweiterung zu verwenden, die den Missbrauch verhindert.

In Firefox können Sie WebRTC direkt deaktivieren. Dazu geben Sie in die Adresszeile von Firefox about:config ein und drücken Enter. Suchen Sie nun nach "media.peerconnection.enabled", führen einen Rechtsklick darauf aus und wählen "Umschalten". Nun sollte unter "Wert" die Aussage "false" erscheinen und WebRTC ist deaktiviert.

In Chrome kann WebRTC leider nicht direkt deaktiviert werden, aber es stehen verschiedene Erweiterungen zur Verfügung, die IP-Leaks via WebRTC verhindern können, z.B. ScriptSafe oder WebRTC Leak Prevent

Internet Explorer und Edge sind von diesem Problem generell nicht betroffen.

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